Der Transforming Growth Factor Beta (TGFβ) ist ein Zytokin (eigentlich eine Zytokinfamilie, aber der Einfachheit halber bleiben wir bei einem singulären Agens) wird im Falle des Hyperinflammationssyndroms bei Kindern und Jugendlichen vermehrt durch Entzündungszellen gebildet. Dieser Faktor beeinträchtigt aber die zytotoxische Funktion der T-Zellen. Durch eine Infektion mit SARS-CoV-2 kommt es bei manchen Kindern und Jugendlichen irgendwann – der Zeitpunkt ist und bleibt vermutlich auch unklar – zu einer vermehrten Bildung des Zytokins. Schlummert im Kind nun das Eppstein-Barr-Virus (EBV), können die sich vermehrenden T-Zellen an den mit dem Virus infizierten Zellen nicht mehr adäquat andocken und sie abtöten. Denn TGFβ vermindert die Lyse-Fähigkeit der T-Zellen stark. So kann das Immunsystem das EBV nicht mehr kontrollieren und es kommt zu einer Reaktivierung. Gleichzeitig werden aber aufgrund der erneuten Aktivität des EBV mehr Immunzellen gebildet, die das Virus aber nicht adäquat bekämpfen können. Die Folge kann ein PIMS sein. In der Studie wurden fast 90 % der Kinder mit einem Hyperinflammationssyndrom seropositiv auf das EPV getestet. TGFβ könnte damit ein wichtiges Behandlungsziel für die Forschung sein.
PIMS: Ursache aufgedeckt
Deutsche Forscher:innen haben nun herausgefunden, welcher Mechanismus hinter dem Pediatric Inflammatory Multisystem Syndrome (PIMS), das Wochen nach einer Corona-Infektion auftreten kann, steckt.
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