Hausärzt:in 03/2025
Ärzt:in Assistenz 03/2024

Mängel in sexueller Gesundheitsversorgung

Herz aus Fäden mit Hand deren Finger zu Herzen werden
Die AIDS Hilfe Wien fordert eine umfassende Strategie zur Verbesserung der sexualmedizinischen Versorgung.
© AI / shutterstock.com
Die Sexualmedizin ist nicht ausreichend in das österreichische Gesundheitssystem integriert. Das geht aus dem Gender-Gesundheitsbericht mit Schwerpunkt auf sexueller und reproduktiver Gesundheit hervor, den das Sozialministerium um den Jahreswechsel veröffentlichte.

Demnach ist die sexualmedizinische Versorgung in Österreich fragmentiert, und der Zugang zu ihr variiert regional stark. Hohe Kosten und Stigmatisierung erschweren vor allem Frauen, LGBTIQ+-Personen, Sexarbeiter:innen, Menschen mit Behinderungen und älteren Menschen den Zugang zu angemessenen medizinischen Angeboten.

Auch im Bereich der sexuell übertragbaren Krankheiten bestehen Mängel. Der Bericht zeigt hier einen großen Informationsbedarf unter Jugendlichen auf. Sexuelle und geschlechtliche Minderheiten haben nach wie vor ein erhöhtes Infektionsrisiko, was unter anderem an der schlechteren gesundheitlichen Versorgung dieser Personengruppe liegen dürfte. Transfrauen etwa sind einem besonders hohen HIV-Infektionsrisiko ausgesetzt.1