Demnach ist die sexualmedizinische Versorgung in Österreich fragmentiert, und der Zugang zu ihr variiert regional stark. Hohe Kosten und Stigmatisierung erschweren vor allem Frauen, LGBTIQ+-Personen, Sexarbeiter:innen, Menschen mit Behinderungen und älteren Menschen den Zugang zu angemessenen medizinischen Angeboten.
Auch im Bereich der sexuell übertragbaren Krankheiten bestehen Mängel. Der Bericht zeigt hier einen großen Informationsbedarf unter Jugendlichen auf. Sexuelle und geschlechtliche Minderheiten haben nach wie vor ein erhöhtes Infektionsrisiko, was unter anderem an der schlechteren gesundheitlichen Versorgung dieser Personengruppe liegen dürfte. Transfrauen etwa sind einem besonders hohen HIV-Infektionsrisiko ausgesetzt.1